Asyl, Gentechnik, Hochwasserschutz: Umweltministerin in Pfaffenhofen

Pfaffenhofen (intv) Sie verstehen sich gut – das betont Karl Straub einige Male, beim Neujahrsempfang der CSU Pfaffenhofen. Mit Ulrike Scharf, der bayerischen Umweltministerin, hat der Landtagsabgeordnete aus Wolnzach in Wildbad Kreuth etwas erlebt, woran sich beide beim ersten Wiedersehen lachend erinnern. Umso leichter dürfte es Ulrike Scharf gefallen sein, trotz enger Terminlage der Einladung nach Pfaffenhofen zu folgen. Hier spricht sie vor hunderten von Gästen aus dem öffentlichen Leben über die Schönheit Bayerns – und strahlt dabei selbst. Auch wenn sie sich an das Hochwasser im Juni 2013 erinnert, beim dem Scharf im Schlauchboot an einer überfluteten Straßenlaterne auf eigener Augenhöhe vorbeifuhr. Der Hochwasserschutz ist ihr als Umweltministerin besonders wichtig. Hier will der Freistaat weitere 3,4 Milliarden Euro investieren, kündigt die Ministerin an. Ob die auch in den umstrittenen Polder in Münchsmünster fließen, darüber will sie sich im März vor Ort informieren. Den Anbau genmanipulierter Pflanzen lehnt Scharf ab. Genau wie die geplante dritte Startbahn für den Flughafen München. Der wird in dieser Woche Thema im Landtag, weil 82.000 Unterschriften gegen das Projekt vorliegen. Doch Scharf beteuert dem Beschluss ihres Erdinger Kreistages zu folgen und auch im Landtag gegen diese Ausbaupläne zu stimmen. Im Interview mit intv nimmt sie auch Stellung zu den Kosten für die Entlagerung des bayerischen Atommülls. Karl Straub setzt sich dafür ein, Asylbewerber nicht auszuweisen, wenn sie eine Ausbildung in Deutschland absolvieren. Dem Facharbeitermangel könne auch mit Hilfe von Flüchtlingen begegnet werden, meint der Abgeordnete.