Architektur pur!: Öffentliche Besichtigung des Erweiterungsbau des Medizinhistorischen Museums

Ingolstadt (intv) Seit 2014 war zwischen der Alten Anatomie und der Berufsschule Marienheim in Ingolstadt eine Baustelle. Die ist nun endlich fertig und zwischen den beiden historischen Gebäuden steht der neue barrierefreie Erweiterungsbau des Deutschen Medizinhistorischen Museums. Bevor nun die Ausstellungsstücke in die neuen Räumlichkeiten einziehen, ist am Wochenende Gelegenheit rein die Architektur auf sich wirken zu lassen.

Schon der Name ist Programm – denn der neu geschaffene Erweiterungsbau steht in erster Linie für Funktionalität. Mit ihm wird das Deutsche Medizinhistorische Museum in der „Alten Anatomie“ um einen Personenaufzug, behindertengerechte Toiletten, einen Seminarraum und einen Sonderausstellungsraum erweitert. All das war in dem denkmalgeschützten barocken Nachbargebäude nicht möglich. Der 5,3 Millionen Euro teure Neubau bietet außerdem Platz für ein kleines Café und einen erweiterten Museumsshop. Besonderes Highlight dürfte die Galerie mit Panoramafenster im 1. Stock sein. Ein Herzenswunsch der Direktorin des Deutschen Medizinhistorischen Museums und als einziges vom renomierten Berliner Museumsarchitekten Volker Staab berücksichtigt. Auch ein Grund, warum Staab Architekten am Ende den Zuschlag bekommen haben.

Wer sich jetzt selbst davon überzeugen möchte, ob es den Architekten gelungen ist den neuen Erweiterungsbau zwischen Alte Anatomie und Berufsschule einzugliedern, der kann diesen Samstag und Sonntag zwischen 14 und 21 Uhr in der Anatomiestraße 18 in Ingolstadt vorbei schauen. Der Anatomiegarten ist ebenfalls für Besucher geöffnet. Und unter den Arkaden lädt eine Flaschenbar zum Verweilen, Diskutieren und Feiern ein.