Arbeitsreich und intensiv

Ingolstadt (intv) Es ist wohl eine der spektakulärsten Verhandlungen des vergangenen Jahres. Am 23. September beginnt der Prozess gegen den 25-Jährigen Sebastian Q. Er muss sich wegen Geiselnahme in vier tateinheitlichen Fällen verantworten, nachdem er 2013 das alte Rathaus in Ingolstadt gestürmt hat. Nur einer von mehr als 3000 Zivil- und Strafprozessen, die im vergangenen Jahr am Landgericht Ingolstadt geführt wurden. Vor allem im Bereich der Strafprozesse gab es mit 527 eingegangenen Fällen wesentlich mehr zu tun als im Vorjahr. Ab 1. April werden deshalb drei neue Richter am Landgericht tätig werden. Ein aktueller Fall, der wohl an keinem spurlos vorüber gegangen ist: Die Verhandlung um Stefan B., der die 13-jährige Franziska aus Möckenlohe missbraucht und getötet haben soll. Der Prozess hat gestern unter strengen Sicherheitsvorkehrungen begonnen – insgesamt zeigt sich das Landgericht aber sehr zufrieden mit dem Ablauf. In den nächsten Verhandlungen sollen dann Lautsprecher zum Einsatz kommen, um die Akustik im Sitzungssaal 11 zu verbessern. 2014 – ein intensives Jahr für das Landgericht, das nahtlos in ein arbeitsreiches Jahr 2015 übergeht.