Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung

Ingolstadt (intv) „Zu langsam!“, „Dauernd krank!“, „Bring ich nie mehr los!“. Solche Aussagen im Zusammenhang mit der möglichen Einstellung von Behinderten sind leider keine Ausnahmen. Immer wieder bekommen voll qualifizierte Bewerber auf eine Arbeitsstelle eine Absage, nur weil sie eine Behinderung haben. Dabei gibt es jede Menge Unterstützungsmaßnahmen und Förderungen. Nicht nur für die Menschen mit Handicap, sondern auch für Arbeitgeber. Die Initiative „11 für 11“ hat am Donnerstag Vormittag Vertreter regionaler Arbeitgeber darüber aufgeklärt. Mit dabei war Ralf Hailand, stellvertretender Geschäftsführer des Integrationsfachdienstes, kurz IFD. Der IFD unterstützt Schwerbehinderte, die bereits im Beruf sind, zum Beispiel durch die Ausstattung des Arbeitsplatzes nach deren Bedürfnissen. Auch Arbeitgeber werden unterstützt, wie durch Fördergelder für die Schaffung von Ausbildungsplätzen für Schwerbehinderte oder die Zahlung eines sogenannten Minderleistungsausgleichs. Umsätze, die beispielsweise durch die geringere Arbeitsgeschwindigkeit der Menschen mit Handicap verloren gehen, werden dadurch ausgeglichen.

Schwerbehinderte, die noch eine Arbeitsstelle suchen, werden von der Agentur für Arbeit unterstützt. So werden unter anderem Praktika vermittelt, in welchen der Beruf getestet werden kann. Durch diese hat auch der Arbeitgeber die Möglichkeit, sich von der Arbeitsfähigkeit seines Praktikanten zu überzeugen. Zudem gibt es auch über die Arbeitsagentur diverse Zuschüsse. Auch die behindertengerechte Arbeitsplatzausstattung und eventuell nötige Umbauten werden von der Agentur für Arbeit übernommen.