Arbeit Regional: Christina Kothmeier ist Papiertechnologin

Schrobenhausen (intv) Christina Kothmeier sorgt jeden Tag dafür, dass diese Papiermaschine ununterbrochen läuft. Christina ist Papiertechnologin. „Ein Papiertechnologe ist für die Papierherstellung zuständig. Also vom Rohstoff bis zum fertigen Papier.“, erklärt sie.

Die Ausbildung dauert drei Jahre. In der Nähe von Karlsruhe gibt es die einzige Berufsschule für Papiermacher. Seit 2011 hat Christina nun ausgelernt. Sie arbeitet im Schicht-Rhythmus. Zwei Tage Früh-, zwei Tage Spät, zwei Tage Nachtschicht, zwei Tage frei.

Die 25-jährige stellt den Dampf oder die Geschwindigkeit ein, je nachdem wie schwer und dick das Papier sein soll. Diese Papiermaschine ist das älteste Stück im Schrobenhausener Familienunternehmen und läuft schon über 100 Jahre. Und Christina ist die erste Frau in der Firmengeschichte, die sie bedient. „Jeder schaut mich immer mit einem großen Fragezeichen an, wenn ich von meinem Beruf erzähle. Keiner macht sich Gedanken über Papier, es ist einfach da. Aber eigentlich steckt da ganz viel dahinter.“

Momentan bildet Leipa 15 Jungen und Mädchen aus.

„Wir haben Industriekaufleute, Industriemechaniker, Papiertechnologen und Elektriker für Betriebstechnik. Ab September 2017 kommt auch noch die Fachkraft für Lagerlogistik  dazu.“, erzählt Personalreferentin Lisa Reifenschweiler.

Das Schrobenhausener Traditionsunternehmen beschäftigt weltweit rund 1.700 Mitarbeiter. Heuer feiert die Firma ihren 170. Geburtstag. Eine lange Zeit, in der Ausbildung schon immer eine wichtige Rolle gespielt hat. „Das ist für uns wirklich ein sehr wichtiger Punkt. Wir können dadurch Fachkräfte gewinnen und natürlich Nachwuchskräfte sichern.“

Das ist in Zeiten der Digitalisierung auch entscheidend, denn die macht es dem Papiermacher zunehmend schwerer. Die altehrwürdige Maschine von Christina Kothmeier läuft aber normal weiter. Und die Papiertechnologin sorgt dafür, dass das auch so bleibt.