Altlastenfrei: im Herbst ist Baubeginn für den IN-Campus

Ingolstadt (intv) Es ist ein Prestigeprojekt für Ingolstadt und Audi. Mit dem Abgasskandal hatte der Autobauer die Pläne für den Technologiepark IN-Campus allerdings zunächst auf Eis gelegt. Jetzt gibt es wohl wieder Millionen von VW aus Wolfsburg. Das Projekt auf dem alten Bayernoil-Gelände geht in jedem Fall weiter. Noch in diesem Jahr ist Baubeginn.

Die Planer des IN-Campus haben in den vergangenen Monaten alles andere als Pause gemacht. Inzwischen gibt es konkrete Entwürfe für die ersten Gebäude auf dem alten Bayernoil-Gelände. Zuerst entsteht das Projekthaus an der Eriagstraße. Baubeginn ist im Herbst. 2020 sollen die ersten Entwickler einziehen. Etwa 1400 Arbeitsplätze wird es in dem Gebäude geben.

Neben dem Projekthaus enstehen unter anderem ein Sicherheitszentrum, ein Rechenzentrum und eine Gastro-Infrastruktur. Die geplanten Parkanlagen sind für alle Bürger gedacht.

Das IN bei IN-Campus steht übrigens für Innovation. Die Stadt beteiligt sich über die IFG an dem Projekt. Knapp 5 Prozent gehören der Stadttochter. Bei den Planungen haben Stadt und Audi allerdings gleiches Stimmrecht. Für die IFG ist es aber nur eine Beteiligung auf Zeit. Bis 2022 will die Stadttochter die Anteile wieder verkaufen.

Das alte Raffineriegelände ist 75 Hektar groß, das entspricht in etwa 100 Fußballfeldern. Es gibt drei Bauabschnitte. Der erste ist nun frei von Altlasten. Insgesamt haben die Macher schon 24.000 Tonnen PFC-belastetes Erdreich sauber gewaschen. 600.000 Tonnen fehlen noch. Dass ein altes Raffineriegelände komplett von Altlasten befreit wird, ist laut Recknagel bisher einmalig.