Altlandrat Engelhard will Eichen im Feilenforst schützen

Geisenfeld (intv). Wo der Unimog mit der großen Giftspritze auf dem Anhänger durch den Wald fuhr, wuchs danach im wahrsten Sinne des Wortes kein Kraut mehr. Denn  dort konnte dann kein Busch und Kleingehölz mehr überleben – und das war auch die Absicht bei dem Einsatz. Diese Art der „chemischen Rodung“ hat man Ende der sechziger Jahre im Feilenforst eingesetzt. Das Motiv: Profitgier. Damals hatte man im Staatsforst möglichst viele Nadelbäume angepflanzt. Denn die wachsen schnell und und bringen somit auch schnell Geld in die Staatskassen. Dass der Boden dafür völlig ungeeignet war, hat man damals nicht beachtet. Noch weniger die fatalen langfristigen Folgen der Monokultur wie Auslaugung. Heute versucht man die Sünden der Vergangenheit wieder gut zu machen. Jetzt ist dafür der richtige Zeitpunkt. Denn jetzt entsteht ein europaweiter Biotopverbund. Darin sollten auch die Staatsforstflächen nördlich der Nöttinger Viehweide eingeschlossen werden, meint Altlandrat Rudi Engelhard. Er sorgt sich vor allem um wertvolle Eichen im Staatsforst, die offiziell noch nicht unter Naturschutz stehen.