Als Frauen noch keine Stimme hatten: Suffragette im intv-Kinotipp

Ingolstadt (intv) 1919 durften Frauen in Deutschland zum ersten Mal wählen. In England war es erst 9 Jahre später soweit, und der Weg zur Gleichberechtigung war mehr als steinig. Unser heutiger Kinotipp „Suffragette“ erzählt die Geschichte der ersten britischen Feministinnen und ihrem unermüdlichen Kampf für mehr Gerechtigkeit. Soviel sei schon mal gesagt, der Film geht unter die Haut!

Die 24-jährige Maud arbeitet in einer Londoner Wäscherei. Sie ist Ehefrau und Mutter und tut das, was man von ihr verlangt. Eher zufällig gerät sie in die Suffragetten-Bewegung. Eine Gruppe von Frauen, die für das Wahlrecht und allgemeine Gleichstellung kämpft. Und das mit harten Mitteln. Für die Mitwirkenden des Films ist klar, das Thema Gleichberechtigung ist auch heute noch nicht durch. „Diese Bewegung ist noch nicht vorbei. Der Film sagt nicht, schau was damals Großartiges passiert ist und jetzt ist alles gut. Es stellt sich eher die Frage, was passiert jetzt und wie kann der Rest der Welt diese grundlegenden Menschenrechte, wie das Wahlrecht, erlangen?“, so die Hauptdarstellerin Carey Mulligan.

Für Mitbestimmung und Würde setzen die Suffragetten alles aufs Spiel, ihren Job, ihre Familie und ihr Leben. Ein starker Film über starke Frauen mit einem Aufgebot an herausrragenden Schauspielerinnen. Neben Carey Mulligan zeigen auch Meryl Streep und Helena Bonham Carter ihre Schauspielgröße. Von so viel Frauenpower zeigen sich auch die wenigen männlichen Darsteller beeindruckt. Ben Wishaw, der im Film den Ehemann von Maud verkörpert, überzeugt der ungebrochene Wille der Feministen: „Ich denke es ist inspirierend zu sehen, was diese Frauen bereit waren zu tun und das ist immer wichtig, nicht nur für Frauen, auch für Männer und für jeden. Dass man ein Ideal hat und, dass man manchmal bis an die Schmerzgrenze gehen muss auch wenn alle anderen sagen, du bist verrückt.“

Der Film wurde bereits mit dem Prädikat besonders wertvoll ausgezeichnet. Wir finden, besonders sehenwert. Also nichts wie rein ins Kino, ab morgen ist der Film zu sehen.