Älter werden – Fluch oder Segen?

Eichstätt (intv) Wir werden immer älter. In Deutschland hat sich in den vergangenen 100 Jahren die Lebenserwartung der Menschen verdoppelt. Günstige Gene allerdings beeinflussen nur zu etwa einem Drittel die Chance auf ein langes Leben. Umweltfaktoren und der persönliche Lebensstil, etwa durch gesunde Ernährung und regelmäßigem Sport, sind dafür ebenso wichtig.

Doch ist das Älterwerden überhaupt erstrebenswert und wie sollen wir mit dem Altern umgehen?

Rund um diese Fragestellungen möchte das Forum des K´Universale an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt mit der diesjährigen interdisziplinären Ringvorlesung Denkanstöße und Handlungsimpulse geben.

Auftakt der Vortragsreihe mit dem Titel „Alter(n). Vom Umgang mit dem Unumgänglichen“ war gestern mit der aus Funk und Fernsehen bekannten Ärztin, Buchautorin und Moderatorin Marianne Koch. Sie referierte zum Thema „Alter(n) – sind wir Sklaven unserer Gene?“.

Koch, 83 Jahre alt, sieht das Älterwerden sehr positiv und will mit ihrem Vortrag auch etwas die Angst davor nehmen. Jeder könne durch regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung selbst dazu beitragen die geschenkte Zeit in relativ gutem Zustand zu erleben. Und bereits junge Menschen sollten Freude an der Bewegung haben und sich kalziumreich ernähren. „Wir sind nicht Sklaven unserer Gene“, betonte die Ärztin. Sprich die Art und Weise wie wir jetzt leben, hat großen Einfluss auf Gesundheit und Lebenslust in den späteren Jahren. Es steht also auch in unserer Macht mitzuwirken, dass das Altern seinen Schrecken verliert.

Die Vortragsreihe des Forum K´Universale an der KU wird am 3. November fortgesetzt. Es referiert Albrecht Kühnle, Chefarzt der Medizinischen Klinik IV für Akutgeriatie in Eichstätt, zum Thema „Tsunami-Warnung!“ Probleme des Alterns aus Sicht des Geriaters.