Abgehoben? Ingolstadt will Modellregion für Flugtaxis werden

Ingolstadt (intv) Wie bewegen wir uns in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren fort? Eine Frage, die in Ingolstadt so präsent ist, wie in keiner anderen bayerischen Stadt. Die Stadt setzt auf Forschung und Entwicklung und will Mobilitätsstadt sein. Da ist es nur logisch, dass Ingolstadt auch ins europäische Rennen geht, wenn es um die Entwicklung von Flugtaxis geht. Eine abgehobene Idee oder ein mutiger Schritt in die digitale Zukunft?

PopUp.Next heißt das Projekt von Italdesign, Audi und Airbus. Ein voll elektrisch und emissionsfreies Fortbewegungsmittel für die Luft. Geht es nach Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Lösel, sollen die Flugtaxis in Zukunft in Ingolstadt entwickelt werden. In der neuen Technologie sieht er viele Vorteile für alle Menschen. Zum Beispiel, wenn es um den schnellen Transport von Organen, Blutkonserven oder Kranken geht.

Bis es soweit kommt, dauert es noch Jahre. Die europäische Kommission unterstützt die Initiative „Urban Air Mobility“. In praktischen Studien soll der Einsatz von Fluggeräten im städtischen Raum erforscht werden. Ingolstadt hat sich neben Städten wie Hamburg, Helsinki und Genf als Modellregion beworben. Kommende Woche fällt die Entscheidung in Sofia, welche Region die Fördergelder für die Forschung bekommt. Ingolstadt ist mit Partnern wie Audi, Airbus, der IHK und den Hochschulen keinesfalls schlecht aufgestellt.

Das Projekt Flugtaxi ist ein Forschungsprojekt und kein Ersatz für den öffentlichen Nahverkehr, betonte Lösel noch einmal. Ein mutiger Weg der Stadt in die digitale Zukunft. In Zeiten, in denen neue Technologien gerade so aus dem Boden sprießen. Vielleicht auch kein verkehrter Weg, um den Industriestandort und seine Arbeitsplätze zu sichern.