60 Jahre WTD 61

Manching (intv) Von Tornados, die im Irak und in Syrien im Einsatz sind bis hin zu Drohnen, die über Afghanistan fliegen. Die Wehrtechnische Dienststelle in Manching, kurz WTD 61, ist für alles zuständig, „was fliegt“. Heute war für die Dienststelle ein ganz besonderer Tag, denn die sie hat 60-jähriges Jubiläum gefeiert.

Viele der geladenen Gäste fühlen sich in der Luft mindestens genau so wohl wie am Boden. Und auch wenn einige mittlerweile beruflich nicht mehr über den Wolken schweben, erinnern sie sich doch gerne an die Anfänge der WTD 61 zurück.

Die Geschichte der Dienststelle beginnt allerdings gar nicht in Manching, sondern 1957 in Oberpfaffenhofen – erst einige Jahre später wurde der Standort verlagert. Damals war die WTD 61 noch wesentlich größer, mehr als 1.300 Menschen haben dort gearbeitet. Das hat sich nach 1990 stark verändert. Mit den beginnenden Auslandseinsätzen der Bundeswehr und den Abbau der Dienststellen wurde die WTD 61 auch kleiner. Trotzdem liegt der Aufgabenschwerpunkt noch immer bei der Unterstützung der Einsätze der Bundeswehr.

Heute arbeiten noch 530 Menschen bei der WTD 61 – weniger Personal, aber effizientere Arbeitsprozesse durch die Digitalisierung. In Zukunft wird die Dienststelle eine noch größere Rolle für die Bundeswehr spielen, denn es stehen einige große Projekte an. Sei es eine gemeinsam zu entwickelnde europäische Drohne oder ein Transporthubschrauber. Dafür ist die WTD 61 ein wichtiger Zuarbeiter und Experte, um solche neuen Systeme entwickeln zu können.

Auch in den kommenden Jahren sind also viele Mitarbeiter damit beschäftigt, Flugmaschinen für Soldaten auf der ganzen Welt bereitzustellen.
Heute stand in der Werft 2 in Manching aber nur eins im Mittelpunkt: Feiern und stolz zurückblicken auf 60 Jahre Militärgeschichte.