50 Jahre „Jumelage“: Festsitzung im Historischen Sitzungssaal

Ingolstadt (intv) Mit einer Festsitzung im Historischen Sitzungssaal haben die Städte Ingolstadt und Grasse ihre „Jumelage“, zu deutsch Städtepartnerschaft, nach 50 Jahren erneut besiegelt.

Alfred Lehmann, Oberbürgermeister der Stadt Ingolstadt und Jean-Pierre Leleux, Bürgermeister von Grasse haben gestern einen Partnerschaftsvertrag unterzeichnet. Dieser soll frische Impulse für die Zukunft geben und die bestehenden Beziehungen weiter vertiefen.

Ihren Anfang nahm die deutsch-französische Partnerschaft, die heute eine echte Freundschaft ist, wie beide Stadtoberhäupter betonten, am 7. Mai 1963. An diesem Tag setzten Oberbürgermeister Josef Listl und sein Amtskollege aus Grasse, Honorè Lions ihre Unterschriften unter die Partnerschaftsurkunde. Ganz im Sinne Konrad Adenauers und Charles de Gaulles brachten die beiden Bürgermeister ihre Städte zusammen – gerade einmal 18 Jahre nach Kriegsende.

Zu Gast gestern Abend im Rathaus auch eine Delegation aus Legmoin, Burkina Faso. Seit Jahren engagieren sich Ingolstadt und Grasse in dem westafrikanischen Land. Nun beschreiten die beiden europäischen Städte eine neue Dimension der interkommunalen Hilfe. Jean-Pierre Leleux, Bürgermeister von Grasse, Dari Somé Bürgermeister von Legmoin und Alfred Lehmann unterzeichneten eine Projektpartnerschaftsvereinbarung. Eine „Charta der Solidarität“, wie sie Dari Somé nannte. Nach 50 Jahren deutsch-französischer Städtepartnerschaft sei ein Kind geboren, das ist Legmoin, scherzte der westafrikanische Bürgermeister.