Großes Mausohr sucht neue Bleibe

Neuburg (intv) Das ehemalige THW-Gebäude in der Donauwörther Straße wird abgerissen, auf dem Gelände entsteht ein Lebensmittelmarkt. Unter dem Dach des alten Hauses befindet sich die Wochenstube einer Fledermauskolonie. Fledermausexpertin Birgit Schwark betreut das Gebäude seit 1998. „Lauter Weibchen bringen hier ihre Jungen zur Welt. Im Moment sind es wohl so um die 70.“

Wenn die geschützten Tiere aus dem Winterquartier nach Neuburg zurückkehren, hat die Abrissbirne ihre Unterkunft platt gemacht. Derzeit ist die Naturschutzbehörde der Regierung deshalb auf der Suche nach einer neuen Bleibe für die kleinen Insektenfresser.

Ein mögliches Quartier könnte der Dachboden des Landratsamtes sein. „Hier hängen einige Mausohr-Männchen. Der Dachboden erfüllt bereits einige Voraussetzungen: er ist für die Tiere zugänglich, hoch genug und keine andere Art wie etwa Tauben oder Spatzen hält sich darin auf“, sagt Melanie  Winter von der Unteren Naturschutzbehörde. Allerdings müssten die Luftziegel im Dach, damit sich die Tiere auch wohlfühlen, noch dicht gemacht werden. Ansonsten wäre es laut Expertin Birgit Schwark zu zugig. Die Kosten hierfür hat der Verursacher sprich also der Bauherr des Lebensmittelmarktes zu tragen. Ein Gutachten klärt jetzt, ob der Dachboden als neue Heimat in Frage kommt. Allerdings ist  ein Umzug nicht ganz einfach, schließlich können Fledermäuse keine Umleitungsschilder lesen. Dann muss man drauf vertrauen, dass sie ihr neues Quartier im Landratsamt finden und auch  annehmen werden.