20 Jahre Hirschberger Realschultage

Beilngries (intv) Auf Schloss Hirschberg in Beilngries finden bereits seit 20 Jahren die Hirschberger Realschultage statt. Mit über 100 Teilnehmern aus Schule und Wirtschaft wird bei der Tagung vor allem der Dialog zwischen diesen gefördert. So soll eine enge Beziehung zwischen Schule und Wirtschaft geknüpft und der Unterricht gezielt auf wirtschaftliche Anforderungen ausgerichtet werden. Laut Elisabeth Kirsch, der Geschäftsführerin von SCHULEWIRTSCHAFT Bayern, sei der Blick über den Tellerrand des üblichen Schulgeschehens hinaus wichtig, um am Puls der Zeit zu bleiben. So erhielten die Lehrer durch die Tagung die Möglichkeit, sich auszutauschen und neue Impulse zu bekommen. Impulse, die auch für die Umsetzung der Initiative „Realschule 21“ wichtig sind. Diese umfasst zukunftsorientierte Fächer wie bilingualen Sachfachunterricht und die Förderung der MINT-Fächer Mathemathik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Die Initiative wurde sowohl von Eltern, Lehrern und Direktoren als auch vom Bayerischen Kultusministerium entwickelt. Ziel sei es, so Anton Huber, der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbands, die Schüler fit für das 21. Jahrhundert zu machen. 30 bis 35 Maßnahmen gäbe es schon, die das Ziel hätten, die Kinder auf die Welt von Morgen vorzubereiten.

Wie das geht, das konnten die Lehrer in Foren und Workshops erlernen. So wird auch die Einbindung neuer Medien in den Unterricht immer wichtiger. Es gibt bereits sogenannte iPad-Klassen. Das sind Klassen, in denen das iPad sowohl als Lerngegenstand aber auch als Hilfsmittel im Unterricht eingesetzt wird. Dies sei eine Entwicklung, die an den Realschulen in den nächsten Jahren noch weiter gehen würde, so Anton Huber. Als Lerngegenstand und Hilfsmittel wird das iPad bereits vor allem im Sprachunterricht eingesetzt. So erlernen die Schüler neben der Fremdsprache auch den Umgang mit moderner Technik. Denn auch das gilt in der Arbeitswelt mittlerweile als Grundvoraussetzung.