Kreuztormaut in Ingolstadt

Ingolstadt (intv) Einmal im Jahr kostet es Geld, in die Ingolstädter Altstadt zu fahren. Nämlich am Faschingsdienstag. Dann kassiert der Förderverein Kreuztor unter den Bögen die Faschingsmaut. Auch heute Vormittag standen die MItglieder des Vereins in historischen Gewändern auf der Straße.

Das Eintreiben von Pflasterzoll für die Benutzung der städtischen Straßen hat im 14. Jahrhundert seinen Anfang genommen. Also zu der Zeit, als das Ingolstädter Kreuztor entstanden ist. Damals fuhren die Gäste von Auswärts noch mit Ochsenkarren oder ritten hoch zu Ross. Heute hatten die historisch gewandeten ehrenamtlichen Mauteintreiber Autofahrer, Radler und Fußgänger im Visier. Mit dabei, Ingolstadt ehemalige Bürgermeisterin Brigitte Fuchs als ehrenamtliche Mauteintreiberin, „Wir stehen hier und halten die Autos an. 90 Prozent geben was, 5 Prozent haben kein Geld, 5 Prozent schimpfen. Die drehen um und fahren woanders in die Stadt.“

Seit 12 Jahren gibt es die neue Kreuztormaut. Für den Einzelnen ist es zwar nur ein kleiner Beitrag, jedes Jahr kommen aber mehrere hundert Euro zusammen, die der Förderverein in den erhalt des historischen Ingolstädter Wahrzeichens steckt. Als nächstes steht die Erneuerung von Fensterstöcken an.