Neujahrsempfang der SPD Ingolstadt

Ingolstadt (intv) Die Ingolstädter Sozialdemokraten sind den Neujahrsempfängen bei der Stadt und im Klinikum ferngeblieben. Auf ihrem eigenen Neujahrsempfang waren dann aber fast alle da. Am Abend nach dem knappen Ja zur Großen Koalition war einer in Ingolstadt zu Gast, der an den Verhandlungen unmittelbar beteiligt ist.

Zu feiern gibt es bei der SPD wenig – angesichts des Umfragetiefs von nur noch 17 Prozent. Uli Grötsch ist einer auf den die Sozialdemokraten viel Hoffnung setzen. Der 42-jährige ist frischgebackenes Mitglied im Bundesvorstand und seit einem dreiviertel Jahr Generalsekretär der Bayern SPD. Der Oberpfälzer selbst hatte im Bundesvorstand gegen die GroKo gestimmt. Aus seiner Sympathie für die Ansicht der Jusos macht er keinen Hehl.

Doch jetzt sollen die Sozialdemokraten auf Kurs kommen. „Dass die Jusos andere Meinung sind, das war schon immer so, das ist auch gut so. Aber jetzt geht es darum, die SPD in den Verhandlungen zu stärken und viel zu erreichen.“

In Berlin muss die SPD mit CDU und CSU verhandeln und zu einem gemeinsamen Ergebnis kommen. Gleichzeitig müssen die Bayerischen Sozialdemokraten gegen die CSU Landtags-Wahlkampf machen. Mit den gleichen Themen wie in Berlin. Allerdings ist nur die Schaffung von bezahlbaren Wohnungen in der Sondierungsvereinbarung festgeschrieben. Weder die Abschaffung der zwei Klassen Medizin noch das Ende befristeter Arbeitsverträge ist dort zu finden. Einerseits ein Misserfolg – andererseits Spielraum für den bayerischen Wahlkampf.