DGB Heimatabend in Kösching

Kösching (intv) „Nur in der Fremde ist der Fremde fremd „- Karl Valentin ist aktueller denn je – denn der Fremde muß nicht fremd bleiben. Wenn an der richtigen Stelle geholfen wird, wird der Fremde sogar einer der Unseren. Davon ist Jürgen Kerner überzeugt und mit ihm alle regionalen Gewerkschafter. Die gaben sich gestern Abend in Kösching ein Stelldichein beim Heimatabend des DGB. MIt Jürgen Kerner war einer der Top-Gewerkschafter zu Gast. Er ist quasi der Finanzminister der IG Metall und gestaltet so die Strategien der Gewerkschaft mit. Mit dem Mindestlohn hat die Große Koalition tarifpolitische Zeichen gesetzt, sagt er und erinnert an weitere Vereinbarungen im Koalitionsvertrag, die einer Realisierung harren: Die Reform der Werkverträge. Offensichtlich schaltet die Union bereits auf Wahlkampfmodus, so der Gast und warnt zugleich vor einfachen Lösungen komplizierter Aufgaben. „Einfache Lösungen spielen nur den Rechten in die Hände“ sagt er zu den etwa 200 Gästen im Ambergersaal. In Kösching selbst herrscht die Willkommenskultur, hier leben 70 Flüchtlinge, weitere 80 komen im Frühjahr dazu. Bislang ohne Probleme, sagt Bürgermeisterin Andrea Ernhofer.