1.000-jährige Eiche vom Sturm beschädigt

Gerolfing (intv) 1472 wurde in Ingolstadt die erste bayerische Universität gegründet. Etwa aus der selben Zeit stammt die sogenannte 1.000-jährige Eiche im Gerolfinger Eichenwald. Vom 30-jährigen Krieg über Napoleon bis hin zu zwei Weltkriegen. Das Naturdenkmal hat stürmische Zeiten überstanden. Bis zum Dienstag der vergangenen Woche, als sie von einem wirklichen Sturm stark beschädigt wurde. Ein großer Ast ist abgebrochen. Die Baumkrone, die zuvor einen majestätischen Durchmesser von 28 Metern vorweisen konnte, ist stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Riese konnte, trotz eines Stammumfangs von über sechs Metern, dem Sturm einfach nicht mehr standhalten. Fäulnis und Pilze sind schuld daran, dass das Eichenholz seine Kraft verloren hat. Dennoch wird der Baum nicht gefällt. Da er auf freier Fläche in einem unbewohnten Gebiet steht, werden lediglich die Schäden beseitigt. Auch wenn der Riese irgendwann völlig abgestorben ist, soll er auch noch erhalten werden, denn Totholz ist ein wertvoller Lebensraum für allerlei Tiere, wie zum Beispiel den seltenen Hirschkäfer. Leider gibt es keine Möglichkeit für den Menschen, den schleichenden Tod des Baumes aufzuhalten. Es können lediglich kleinere Äste weggenommen werden, die dazu beitragen, dass große Äste wegbrechen. Ansonsten ist die Eiche ganz der Natur überlassen. Die Mitarbeiter des Ingolstädter Forstamtes werden in den nächsten Tagen den abgebrochenen Ast entfernen und so den Baum wieder zugänglich machen. Bei einem Sturm sollte zu der Eiche aber dennoch lieber Abstand gehalten werden.