10 Jahre Fusion: Sparkasse Neuburg-Rain schreibt „Erfolgsgeschichte“

Neuburg a.d. Donau (intv) Trotz Finanzkrisen und Niedrigzinslage bleibt die Sparkasse sicher wie ein Fels in der Brandung, so Kurt Müller, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Neuburg-Rain. Gestern stellte er seine Jahresbilanz der Öffentlichkeit vor. Gleichzeitig feierten die Sparkassen Neuburg und Rain 10 Jahre Fusion. Laut Müller eine Erfolgsgeschichte. Denn so steinig der Weg hin zur Fusion, so harmonisch verliefen die Jahre seitdem, resümiert Oberbürgermeister Bernhard Gmehling in seiner Funktion als Verwaltungsrat der Sparkasse Neuburg-Rain vor anwesenden Bürgermeistern der Geschäftsbezirke. Das beweisen auch die Zahlen nach 10 Jahren: Eine kontinuierliche Steigerung der Bilanzsumme um 36 Prozent auf einen Gesamtwert von knapp 915 Millionen Euro.

„Die Fusion war notwendig, weil wir gesehen haben, dass zwei starke Häuser zusammen noch stärker sind und deshalb haben wir fusioniert. Wir hatten einstimmige Beschlüsse, beide Häuser waren sich einig. Von Fusion spricht bei uns schon längst keiner mehr“, blickt Kurt Müller auf die 10 Jahre zurück. Das Eigenkapital der Bank hat sich in dieser Zeitspanne um 120 Prozent auf 85 Millionen gesteigert. Die Sparkasse Neuburg-Rain verwaltet etwa 88.000 Konten von 42.000 Kunden. Doch auch die Sparkasse steht vor Herausforderungen. Kritik übt Müller an der Finanzpolitik der Europäischen Zentralbank: „Selbstverständlich ist das für jede Bank in Deutschland eine große Herausforderung. Die Entscheidung der EZB, die Zinsen auf unter Null zu senken, ist für uns, für Deutschland überhaupt nicht nachvollziehbar. Es schädigt den deutschen Sparer, es schädigt den deutschen Steuerzahler, darum sind wir Sparkassen auch der Meinung, dass der Staat, der maßgeblich davon profitiert, etwas vom Nutzen zurückgeben sollte, in Form einer Sparzulage oder ähnliches“, so Müller.

Als Konsequenz wird die Sparkasse wohl ihre Kontoführungsgebühren anheben müssen, so Müller, allerdings ist man hier noch in der Planungsphase. Zum krönenden Abschluss gab es noch ein größeres Sparschwein zu enthüllen: Zwischen 2005 und 2015 hat die Sparkasse rund eine Million Euro in die Region investiert, beispielsweise in kulturelle Förderung. Eine Erfolgsgeschichte, die weitergeschrieben werden kann, so Müller.