Wirtschaft oder Menschenrechte?

Ingolstadt (intv) Mehr als 300 Besucher kamen gestern in das Foyer des Ingolstädter Stadttheaters. Bereits zum 17. Mal fand dort am vergangenen Sonntag der Tag der Menschenrechte statt. Fast genau 65 Jahre ist es her, als am 10. Dezember 1948 die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verkündet wurde. In 30 Artikeln sind Grundrechte des Menschen aufgelistet, die jedem Menschen von Geburt an zustehen. Jedoch ist die Erklärung der Menschenrechte keine völkerrechtlicher Vertrag und damit für Länder und Unternehmen nicht verbindlich. Veranstalter Amnesty International will am Tag der Menschenrechte auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam machen.

Als Höhepunkt der Veranstaltung hielt Dr. Monika Duchrow einen Vortrag zum Thema „Wirtschaft und Menschenrechte: Neue Herausforderungen am Beginn des 21. Jahrhunderts“. Sie ist Leiterin des Referats Menschenrechte und Frieden bei „Brot für die Welt“ in Berlin. 30 Organisationen stellten an 25 Ständen ihre Projekte zur weltweiten Hilfe und zum Schutz des Menschenrechts vor. Am Amnesty-Stand wurden Spenden gesammelt. Besucher konnten Peditionen zur Freilassung inhaftierter Menschenrechtler unterschreiben. Für den musikalischen Rahmen sorgte das deutsch-afrikanische Duo „Mitnand“.